Der praktische Klavierunterricht-in-Dortmund-Blog


Übersicht

18.11.2017 Kaufberatung E-Piano / Digitalpiano


Sie haben sich für den Kauf eines E-Pianos entschieden? Dann wird Sie meine folgende Kaufberatung bestimmt interessieren...

Unter dem Begriff E-Piano oder Digitalpiano unterscheidet man vor allem zwei unterschiedliche Bauweisen und Arten:

Zum einen gibt es die schweren Modelle (40 kg-120 kg) mit großem Korpus, die super aussehen, gut ausgestattet sind und optisch an ein richtiges Klavier oder eine Orgel erinnern. Das wäre Ihr Instrument, wenn Sie nicht vorhaben, Ihr Klavier öfter mal irgendwohin „mitzunehmen“.

Zum anderen gibt es auch mobile und leicht gebaute Digitalpianos (ab ca.15kg), Stagepianos genannt, die optisch etwas karg, eher wie ein großes Keyboard aussehen. Diese Stagepianos sind nur empfehlenswert, wenn Sie auch wirklich ein mobiles „Klavier“ benötigen!

Denn spielerisch und vor allem akustisch unterscheidet sich ein „schweres“ Digitalpiano dann doch von einem Stagepiano. Meistens ist bei den „großen“ Digitalpianos das eingebaute Lautsprechersystem besser und oft sind auch die Pedale etwas realistischer zu bedienen. Man muss da aber genau hinschauen und Instrumente gleicher Preisklassen vergleichen. Der größte Unterschied liegt, neben dem Klang, aber wohl in der Optik und Erscheinung. Außerdem ist die Auswahl der Stagepianos nicht so groß, wie die der herkömmlichen Digitalpianos...

Wichtig ist, dass ihr neues E-Piano eine gewichtete Hammermechanik und eingebaute Lautsprecher hat. Achten Sie darauf, dass das Instrument über KEINE große Arranger Funktion (Begleitautomatik) verfügt. Diese Art von „Begleit-Klimbim“ werden Sie für das Klavierspielen nicht benötigen. E-Pianos ohne große Arranger Funktion sind in der Regel besser, da sie sich auf das wesentliche konzentrieren: die genaue Simulation eines „echten“ Klaviers.

Und was muss man für ein Digitalpiano bezahlen? Als Faustregel gilt:
Neue E-Pianos unter 600,-€ sind nicht wirklich empfehlenswert.

Die günstigsten „brauchbaren“ Modelle beginnen bei circa 650,-€: z.B. Kawai ES110, Kwai CN14, Kawai CL36, Yamaha YDP163, Roland RP-501...

Die Mittelklasse der E-Pianos liegt preislich zwischen 1.500,-€ und 3.000,-€ Empfehlenswerte Modelle sind hier zur Zeit: Kawai CN37, Kawai ES8, Kawai CA48, Yamaha CLP-645...

Ab circa 3.000,-€ beginnt die Oberklasse. Hier kann ich raten, sich bei Interesse, folgende Modelle einmal genauer anzusehen: Kawai CS11, Yamaha CLP-685 oder Kawai CA98...

Das momentane Spitzenmodell, der Yamaha N-3X Hybrid Flügel, ist der Ferrari unter den E-Pianos und kostet circa 18.000€....

Grundsätzlich kann man sagen:
Je teurer ein Digitalpiano ist, desto besser sind die Klaviersounds (Samples) und das eingebaute Lautsprechersystem, desto hochwertiger ist die verbaute Tastatur, desto „näher“ und ähnlicher ist das Instrument einem echten, akustischen Klavier und desto mehr Spaß macht es darauf zu spielen.
Wie unser‘ Oma bereits sagte: „Gutes hat halt seinen Preis!“

Die Hersteller Kawai und Yamaha haben, auf dem Markt der E-Pianos für den Hausgebrauch, meiner Meinung nach, die Nase vorn. Und zwar genau in der Reihenfolge. Aber das ist bloß mein persönlicher Geschmack und meine Meinung.

Für ernsthaften Klavierunterricht eher ungeeignet, sind meiner Meinung nach, Digitalpianos von No-Name-Firmen, Hausmarken oder Billigherstellern wie:
Classic Cantabile, Thomann Hausmarke, Hemingway, Fame, etc...

Außerdem sollten Sie stutzig werden, falls der Name des Herstellers sich nur mit Grundkenntnissen in Russisch oder Chinesisch richtig aussprechen lässt! ;-)

Falls Sie mit einem gebrauchten E-Piano liebäugeln, gilt das gleiche wie oben beschrieben. Kaufen Sie kein Digitalpiano, dass älter als 3 Jahre ist und zahlen Sie dafür, je nach Alter und Zustand, nicht mehr als 60-70% des Neupreis.

Mein Tipp: Vereinbaren Sie doch einmal einen Termin bei Piano Reisberg, einem Fachhändler für Digitalpianos in Dortmund und lassen Sie sich ausgiebig beraten.

Piano Reisberg
Karl-Zahn-Str. 7a
44141 Dortmund

www.piano-reisberg.de

Mail: digitalpianos@piano-reisberg.de

Übrigens, bei Piano Reisberg können Sie Digitalpianos auch günstig mieten! Und hin und wieder finden Sie dort auch gebrauchte Schnäppchen...

Ich freue mich, wenn Ihnen mein Blog gefällt und Sie auch den im Dezember erscheinenden Beitrag „Klavierspielen als Lebensaufgabe“ nicht verpassen....

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema oder meinem Klavierunterricht in Dortmund, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf...

07.09.2017 E-Piano oder muss es ein Klavier sein?


Klavier oder E-Piano, das ist hier die Frage...

Hat man sich einmal entschieden das Klavierspielen zu erlernen, benötigt man natürlich auch ein eigenes Instrument. Doch welches Instrument ist das passende für mich? Brauche ich ein richtiges Klavier oder reicht für den Klavierunterricht auch ein E-Piano (auch Digitalpiano genannt)?

Als Klavierlehrer rate ich Ihnen ganz klar zu einem "richtigen" akustischen Klavier. Ein akustisches Klavier ist ein lebendiges Instrument mit vielen Nuancen und besonderen Klangeigenschaften. Dadurch sorgt ein richtiges Klavier für deutlich mehr Motivation, Inspiration und Spaß an der Musik. Ich habe noch kein E-Piano gespielt, was mir auch nur annähernd die Möglichkeiten und das Spielgefühl eines echten Klavier oder Flügels bot.

Doch würde ich jederzeit ein gutes E-Piano einem schlechten, uralten oder sehr verstimmten Klavier vorziehen. Übrigens: Klaviere, die kostenlos oder für wenige hundert Euro zu haben sind, sind eigentlich immer unbrauchbarer Schrott! Dann lieber ein E-Piano. Aber mit moderner Hammermechanik! Ganz wichtig!

Ich selbst besitze neben einem Flügel und einem Klavier auch ein Digitalpiano, mit dem ich ca. 50 Auftritte im Jahr spiele. Es ist ja nicht so, dass man mit einem E-Piano keine schöne Musik machen kann! Es ist halt klanglich, aber vor allem vom Spielgefühl und von der Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten her, nicht das gleiche.

Doch es gibt auch Gründe sich erstmal ein E-Piano zuzulegen:

1. Der Preis: Ein neues brauchbares Digitalpiano (ab ca. 600-700 Euro) ist natürlich deutlich günstiger als ein neues brauchbares Klavier (ab ca. 4.000,- Euro) weshalb sich viele Leute, gerade am Anfang, für ein elektrisches Piano entscheiden. Ich spreche hier absichtlich von brauchbaren Instrumenten. Gute Instrumente sind deutlich teurer, sehr gute Instrumente nahezu unbezahlbar...

2. Der Preis: Selbst ein gebrauchtes, brauchbares Klavier ist erst ab circa 2.000,- Euro zu haben. Ein brauchbares E-Piano im gebrauchten Zustand hingegen bietet schon ab ca. 400,- Euro die Möglichkeit einmal in das Klavierspielen hinein zu schnuppern...

3. Die Lautstärke: Bei einem E-Piano lässt sich die Gesamtlautstärke regeln und man kann sogar nahezu lautlos über Kopfhörer spielen. Ein Vorteil, wenn man meist zu später Stunde übt oder empfindliche Nachbarn hat.

4. Die Mobilität: Wer sein Instrument oft hin und her bewegt oder auch mal "mitnehmen" möchte kommt um ein Digitalpiano nicht herum.

Fazit: Ein modernes Digitalpiano mit Hammermechanik ist die günstige Alternative zum Klavier, mit der man die Grundlagen des Klavierspielens verstehen kann. Ein E-Piano ist aber immer nur ein Kompromiss und der Versuch ein akustisches Instrument zu kopieren. Fortgeschrittene kommen irgendwann um ein richtiges Klavier nicht herum. Sie machen ja auch keinen Motorradführerschein um dann mit einem Mofa umherzufahren...

Ein Keyboard ist für den Klavierunterricht gänzlich ungeeignet! Auch wenn die Nachbarin noch eins im Keller stehen hat... Auf einem Keyboard kann man das Klavierspielen nicht richtig lernen!!!

Mein Tipp: Mieten Sie doch erstmal ein Instrument. Die Firma Piano Reisberg in Dortmund vermietet Klaviere und E-Pianos monatlich schon ab 35,- Euro...

Weitere Fragen zu meinem Klavierunterricht in Dortmund beantworte ich Ihnen gerne telefonisch oder per Email. Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf...

16.08.2017 Wie übe ich eigentlich richtig?


Oder wie erarbeitet man sich ein Klavierstück am besten flüssig und fehlerfrei?

Viele Klavierschüler glauben, sie üben richtig, indem sie das Klavierstück an dem sie grade sitzen fünf mal hintereinander, mehr schlecht als recht "durchhacken". Womöglich noch mit beiden Händen zusammen, vom ersten bis zum letzten Takt. Aber mit Schmackes! Leider macht man auf diese Weise kaum Fortschritte. Es sind einfach zu viele Töne und Details, die man sich so gar nicht merken kann.

Diese Methode bezeichne ich eher als "runternudeln". Das macht zwar Spaß, aber das Musikstück wird man sich so nicht flüssig erarbeiten können. Fehler werden auf diese Weise nicht richtig beseitigt. Ganz im Gegenteil. Es besteht die Gefahr, dass man die eigenen Fehler auch noch mit einstudiert.

Beim "Klavier üben" hingegen spielt man selten eine ganze Seite und schon gar nicht ein ganzes Stück. Vielmehr übt man nur einzelne Passagen oder Ausschnitte eines Musikstücks. Sinnvollerweise sollten das die Stellen sein, die besonders schwierig sind oder die einem die meisten Probleme bereiten. Ich nenne sie Problemstellen.

Problemstellen können ein paar Takte lang sein, sie können aber auch nur ein paar Töne umfassen. Das kommt ganz auf die Passage und die speziellen Probleme die man damit hat an. Wichtig ist, dass man in kleinen "Portionen" übt, die man sich gut merken kann.

Mein Tipp: Diese Problemstellen spielt man dann, jeweils mit der rechten und linken Hand separat, mindestens 10 mal hintereinander. Bis jede Hand, einzeln für sich, fehlerfrei und flüssig läuft. Und zwar "in Time" im angestrebten Tempo, mit der richtigen Betonung und der richtigen Dynamik. Man startet zunächst sehr langsam und erhöht dann immer mehr das Tempo, bis irgendwann das angestrebte Zieltempo erreicht ist. Erst dann sollte man die Stelle mit beiden Händen zusammen üben. Das gilt für fast alle Problemstellen.

Zur Belohnung für soviel Disziplin, alle Problemstellen nach diesem System "bearbeitet" zu haben, darf man das Stück zum Schluss auch einmal ganz spielen.

Optimalerweise übt man so jeden Tag. Die meisten Schüler schaffen es aber nicht täglich zu üben. Dann sollte man es halt so oft wie möglich versuchen. Was das (richtige) üben angeht gilt: "Viel hilft viel!"...

Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf und ich beantworte Ihre Fragen zum Thema Klavierunterricht in Dortmund.

11.06.2017 Klavierstimmungen in Dortmund


Damit Sie lange viel Freude an Ihrem Klavier haben, ist eine regelmäßige Klavierstimmung genauso wichtig, wie beispielsweise die regelmäßige Wartung Ihres Autos. Schließlich möchten Sie ja nicht liegen bleiben. Weder auf der Autobahn noch auf den schönen Wegen des Klavierspielens... Als Klavierlehrer empfehle ich Ihnen deshalb, Ihr Klavier mindestens einmal pro Jahr stimmen zu lassen.

Wenn Sie Ihr Klavier "einige Jahre" nicht haben stimmen lassen, wird es für den Stimmer deutlich aufwendiger ein gutes Ergebnis zu erzielen. Dann reicht eine Stimmung manchmal nicht aus und der Klavierbauer muss mehrmals anrücken. Wenn ein Klavier "viele Jahre" nicht gestimmt wurde, ist es für den Klavierstimmer oftmals gar nicht mehr möglich ein sauberes Tuning hin zu bekommen. Deshalb seien Sie vorsichtig bei Klavieren die verschenkt werden oder für "Kleines" bei Ebay zu haben sind. Fast immer muss dann erst viel Geld investiert werden, um das Instrument halbwegs spielbar zu machen. Wenn denn überhaupt noch etwas zu retten ist... Viele stellen dann fest, dass das vermeintliche Schnäppchen reine Geldverschwendung war. Niemand wird Ihnen ein wirklich gutes Klavier schenken oder für ein paar Hundert Euro überlassen.

Zurück zum Thema: Bei einer Klavierstimmung werden nicht nur die Saiten gestimmt, auch Mechanik und Pedale werden wieder „optimiert“. Kleine Zusatzarbeiten sollten bei jeder Klavierstimmung inklusive sein. Außerdem weist ihr Klavierstimmer Sie darauf hin, wie Sie mit kleinem Aufwand größere und teure Reparaturen vermeiden können...

Doch was kostet so eine normale Klavierstimmung heutzutage?

Kurz vor der Euro-Umstellung im Jahr 2001 kostete eine Klavierstimmung in Dortmund ca. 80,- bis 120,- DM. Heute verlangen größere Klavierläden zwischen 120,- und 150,- Euro (!) für das Stimmen eines Klaviers im Raum Dortmund. Die Preise haben sich also fast verdreifacht. Hat sich Ihr Gehalt in dieser Zeit auch verdreifacht? Nein? Meins auch nicht! Der Monatsbeitrag für meinen Klavierunterricht in Dortmund betrug im Jahr 2001 genau 130,- DM. Heute verlange ich dafür einen monatlichen Betrag von 79,- Euro...

Eine einfache Klavierstimmung dauert ca. 90 Minuten und sollte in Dortmund nicht mehr als 90,- Euro kosten. Glauben Sie nicht, dass Sie für 120,- Euro eine qualitativ bessere Stimmung bekommen, als bei dem Klavierbauer der seine Stimmung für 80,- Euro anbietet. Alle Klavierbauer stimmen in der Regel gleich gut.

Als Faustregel gilt: Je größer das Ladenlokal, desto teurer die Stimmung.

Mein Tipp: Sehr gute und günstige (75,- Euro inkl. Anfahrt und MwSt.) Klavierstimmungen in Dortmund:


Klavier- und Cembalobaumeister
Wolfgang Bierhoff
Lanstroper Str. 109
44329 Dortmund

0231 - 29474


Übrigens, die Stimmung eines Flügels sollte auch nicht mehr kosten als die Stimmung eines Klavieres. Manchmal verlangen Klavierstimmer für das Stimmen eines Flügels einen Aufpreis. Dieser ist jedoch nicht gerechtfertigt, denn oft ist ein kleines Klavier aufwändiger zu stimmen als ein großer Flügel.

Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf und ich beantworte Ihre Fragen zum Thema Klavierstimmung und zu meinem Klavierunterricht in Dortmund...

Ich nutze Cookies auf meiner Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren